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 Betreff des Beitrags: Ein Satz
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 13. Juli 2012, 14:47 
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Hallo,

ich habe hier einen Satz, mmit dem ich nicht zurechtkomme, da die Sprache zu juristisch oder bürokratisch für mich ist.

"Beställaren av uppdraget är solidariskt med dödsboet betalningsskyldig gentemot företaget."

Ich verstehe das so: Der Auftraggeber muss das Unternehmen im Namen der Erbengemeinschaft bezahlen. Oder so ähnlich. Und wie ist nun die "wörtliche" Übersetzung?

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Satz
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 13. Juli 2012, 15:12 
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Beställaren av uppdraget är solidariskt med dödsboet betalningsskyldig gentemot företaget."

Der Auftraggeber ist gemeinsam mit den Hinterlassenschaftsteilhabern genüber dem Unternehmen bezahlungspflichtig.

Dödsbo ist hier eine juridische Person und wird von den Teilhabern vertreten. Wie das im Deutschen ausgedrückt wird oder ob es da entsprechende deutsche Begriffe gibt habe ich keine Ahnung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Satz
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 13. Juli 2012, 16:44 
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"Dödsbo" war für mich nicht das Problem, sondern das Wort "solidariskt". Ich habe nicht an die Bedeutung "zusammen mit/gemeinsam" gedacht, sondern an "gleich/so wie".

In dem spezifischen Fall ist der Auftraggeber identisch mit dem "dödsbo", vielleicht deswegen.

Aber "dödsbo" ist auch echt schwer zu übersetzen, da sich das System in Deutschland und in Schweden unterscheiden. Die deutsche Botschaft benutzt das Wort "der Nachlass". Aber ich frage mich, ob nicht die Erbengemeinschaft das richtige Wort wäre, wenn es um die juristische Person geht, auch wenn sie im Deutschen keine juristische Person ist? Der Nachlass sind im Deutschen schließlich die Hinterlassenschaften, nicht die Verwalter oder Erben dieser.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Satz
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 13. Juli 2012, 19:38 
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Im Satz fehlt aber was, und unvollständige Sätze sind immer schwer zu übersetzen.

Beställaren av uppdraget är solidariskt med dödsboets betalningsskyldighet gentemot företaget.

Beställaren av uppdraget är solidariskt med dödsboet och är betalningsskyldig gentemot företaget.

Hier sind zwei Vorschläge von mir, aber es ist halt wild geraten und die Bedeutungen ganz unterschiedlich.

Geht aus dem Zusammenhang vor, was eigentlich gemeint ist?

Olle

Edit: Dödsbo hiess früher stärbhus, was wohl aus dem deutschen gekommen ist. Nun das ist nur ein kuriosum, aber dödsbo ist in der Tat ein juristischer Begriff. Ett dödsbo (was schon der Nachlass ist, aber nicht direkt die Dinge an sich, sondern eben dieser Zustand der noch-nicht-augeteilten-Erbe und die dazugehörigen finaziellen Resourcen) ist halt eine "juridische Person". Irgendjemand ist Verwalter/Sprecher für das dödsbo (kann ein Anwalt sein, oder ein Angehöriger der verstorbenen) und kann in deren Stelle Entscheidungen treffen, Rechnungen bezahlen, Immobilien veräussern etc je nachdem wie es nötig ist. Es gibt zwar gesetzliche Grenzen dafür wie lange ein dödsbo bestehen kann (3 Monate glaube ich), tatsächlich können sie aber über Jahre bestehen, wenn es komplizierte Verwandschsfts- und Finanzverhältnisse herrschen

Ich bin kein Jurist, so man sollte mein Beschreibung nicht wortwörtlich nehmen, aber als mein Vater gestorben ist, war ich der, der für sein dödsbo gehandelt habe, als wäre seine dödsbo/Nachlass eine Art Firma für die ich zuständig war, aber wo ich auch schaun musste, dass ich keine Untreue gegenüber den anderen Erben schuldig wurde.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Satz
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 13. Juli 2012, 20:56 
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Wahlschwedin hat geschrieben:
"Dödsbo" war für mich nicht das Problem, sondern das Wort "solidariskt". Ich habe nicht an die Bedeutung "zusammen mit/gemeinsam" gedacht, sondern an "gleich/so wie".

http://sv.wikipedia.org/wiki/Solidariskt_ansvar
http://de.wikipedia.org/wiki/Solidarische_Haftung


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Satz
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 13. Juli 2012, 22:08 
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Oh je, I am lost. Momentan ist mir das alles ein bisschen hoch.

Die Umformulierungen von @Vorbeipassierend hatte ich mir auch schon überlegt, aber ich bin ehrlich gesagt gar nicht sicher, ob in dem Satz wirklich etwas fehlt oder ob er korrekt ist. Der Satz stammt aus einem Vertrag mit einem Bestattungsinstitut, ich habe ihn wortwörtlich übernommen bis auf, dass ich den Namen des Unternehmens mit "företaget" ersetzt habe.

Ich habe noch nie etwas von "solidariskt ansvar" oder "solidarischer Haftung" gehört. Habe ihn auch noch nicht 100%-ig verstanden. Bedeutet das jetzt, dass die Übersetzung von Irene verkehrt ist oder nicht? Und wer ist jetzt eigentlich bezahlungspflichtig?
Mir schwirrt so etwas wie "Der Auftraggeber haftet solidarisch mit dem Nachlass/der Erbengemeinschaft, und sie sind dem Unternehmen gegenüber bezahlungspflichtig" durch den Kopf.
Völlig daneben?

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Satz
Ungelesener BeitragVerfasst: Samstag 14. Juli 2012, 09:34 
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Ich glaube nicht, dass du da soviel hineininterprätieren musst. Der Auftraggeber und das Dödsbo haften eben gemeinsam gegenüber dem Unternehmen oder was es so ist. Ich glaube nicht, dass der Satz unvollständig ist, der gibt völlig Sinn so wie er ist, ist allerdings etwas bürokratisch. Ganz normaler und üblicher Wortlaut für Dokumente von einer Bestattungsfirma oder auch einem Erbschaftsjuristen.
Dösbo muss innerhalb von 4 Jahren geteilt werden, aber es gibt, wie Olle schon bemerkt, Ausnahmen. In gewissen Fällen können sich die Nachkommen einfach nicht zusammenstreiten. Ein Dödsbo muss auch eine Steuerklärung abgeben. Innerhalb von 3 Montaten vom Todesfall muss man eine bouppteckning machen, also eine Aufzeichnung aller Schulden und Einkommen usw. Das Dödsbo wird dadurch gelöst, dass das Erbe aufgeteilt wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Satz
Ungelesener BeitragVerfasst: Samstag 14. Juli 2012, 09:42 
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Ok, dann verstehe ich jetzt (glaube ich) den Sinn des Satzes, aber leider muss ich ihn auch schriftlich formulieren. Da ich bürokratendeutsch genauso wenig kann wie bürokratenschwedisch, fällt mir das nicht so leicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Satz
Ungelesener BeitragVerfasst: Samstag 14. Juli 2012, 11:43 
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Leicht ist es auch nicht! Amtsdeutsch ist ja eine eigene Sprache....im Gegenteil zum modernen Bürokratenschwedisch, das für einen Laien wesentlich leichter zu verstehen ist.
Manchmal wendet man einen Satz tagelang hin und her und ist nie richtig zufrieden oder sicher, dass man auch wirklich den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Deswegen mache ich selbst keine eigenen Übersetzungen, das ist mir zu mühsam. Meine Sprachkenntnisse sind einfach nicht gut genug. Eine Sprache als Muttersprache zu haben garantiert nicht, dass man ein guter Übersetzer ist. Ich bin es jedenfalls nicht, lese nur ab und zu für jemanden Korrektur, um die schlimmsten Fehler zu verhindern.
Viel Glück!

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Satz
Ungelesener BeitragVerfasst: Samstag 14. Juli 2012, 20:53 
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Ich übersetze schon, aber normalerweise nicht so einen Bürokratenkram, weil ich das nicht vernünftig kann. Vor allem, wenn es dann auch noch juristisch wird. Aber jetzt bin ich da halt reingerutscht und muss in den sauren Apfel beißen. Deine Glückwünsche kann ich gebrauchen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Satz
Ungelesener BeitragVerfasst: Samstag 14. Juli 2012, 21:45 
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OK, ich gebe Euch recht.
Ich habe den Satz zuerst überhaupt nicht zusammenbekommen, aber vermutlich ist es wie Inger sagt, dass sie nur darauf hinweisen wollen, dass der, der ihm Namen von dem "dödsbo" was von dem Unternehmen bestellt, den sieht das Bestattungsunternehmen als der Bezahlungsschuldige auch dann, wenn der Rest vom "dödsbo" mit der Bestellung gar nicht einverstanden ist.
Wie Wikipedia sagt braucht dann das Unternehmen auch nur eine Rechnung an den Besteller schicken. Wie er das Geld von den anderen bekommt, ist sein Problem.

Eine mögliche Variante von Ingers Übersetzung wäre dann vielleicht:
Der Besteller und die Nachlassgemeinschaft sind je einzeln für den vollen Kosten der Bestellung gegenüber dem Unternehmen bezahlungspflichtig.

Obowhl das klingt auch nicht sonderlich nach fliessendem deutsch...

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Satz
Ungelesener BeitragVerfasst: Samstag 14. Juli 2012, 21:55 
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Ehrlichgesagt verstehe ich es immer noch nicht. Wenn das Bestattungsinstitut nur eine Rechnung an den Auftraggeber schicken muss und dieser bezahlen muss, egal was der Rest der Erbengemeinschaft dazu sagt, dann reicht es doch zu schreiben: "Uppdragsgivaren är betalningsskyldig." Da kann man dödsbo und Solidarität doch weglassen, warum sind die denn mit aufgenommen?

(Übrigens heißt es "für die vollen Kosten")

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Satz
Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 15. Juli 2012, 09:19 
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Da muss ich euch recht geben. Das schein tårta på tårta zu sein! Auftraggeber und DB sind ja mit grösster Wahrscheinlichkeit dasselbe. es kann aber auch sein, dass das DB was an jemand anderen in Auftrag gegeben hat. ZB dass ein Familienmitglied oder Freund gewisse Sachen übernimmt (Grabstein bestellen, Blumen für´s Begräbnis, Begräbniskaffee, also nicht alles an das Bestattungsinstitut überlässt, was ja sehr üblich ist) und dass man sich durch diese Klausel absichert, dass die Rechnung auch tatsächlich beglichen wird.
Wahlschwedin@ darauf brauchst aber du als Übersetzer nicht Rücksicht zu nehmen. Hier steht doch alles im Klartext und die, die betroffen sind kennen sich entweder ohnehin aus oder so müssen sie (nicht du) eben beim Verfasser des Textes direkt nachfragen. Du bist ja kein juridischer Ratgeber.
Aber ich verstehe dein Problem durchaus, ist nicht leicht da eine Grenze zu ziehen, man will ja seine Arbeit nicht halb machen!

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