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 Betreff des Beitrags: Re: Neues Zuhause als Handwerker
Ungelesener BeitragVerfasst: Dienstag 15. Oktober 2013, 20:58 
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Blaubeer-Koch **
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Registriert: Mittwoch 10. August 2005, 20:36
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tilmann hat geschrieben:
Schwedisch lernst Du sicherlich am besten in Schweden.


Da bin ich anderer Meinung. Für den Urlaubsgebrauch magst Du recht haben, aber wenn ich in Schweden ein Unternehmen aufziehen möchte, dann muss ich zumindest mit guten Grundlagen der Landessprache kommen. Ja, den Feinschliff kann ich dann im Land erledigen und in vielen Fällen werde ich die Feinheiten auch erst im Land mitbekommen.

Ich kann das CH in meinem Profil gerne präzisieren, da ich das ohnehin irgendwo bereits angedeutet habe: Es handelt sich um die französische Schweiz. Ohne meine Kenntnisse in der französischen Sprache hätte ich mich wesentlich schwerer getan, wobei ich dazu sagen muss, dass in meinem Arbeitsumfeld englisch gesprochen wird. Auch da kann ich nicht erst anfangen Sprachen zu lernen, wenn ich ins Land gehe, oder besser gesagt mein Arbeitgeber hätte mich nicht ins Ausland geschickt, wenn die sprachlichen Voraussetzungen nicht gegeben gewesen wären.

Ich kenne also die Probleme, die mit einer "normalen" Expatriation einhergehen. Und dann stelle ich mir die zusätzlichen Probleme vor, die mit dem Aufbau einer eigenen Existenz im Ausland verbunden sind. Da braucht es Vorbereitung, um ab dem Tag 0 einen neuen Betrieb zum Erfolg zu führen. (Mit dem Tag 0 meine ich natürlich nicht den Umzugstag, sondern einen vorweg definierten Tag, an dem die berufliche Tätigkeit aufgenommen werden soll.)

Es mag sein, dass meine Äusserungen als hart erscheinen, aber besser sich jetzt mit unangenehmen Aussagen auseinander setzen, als später die wesentlich unangenehmere Erfahrung zu machen, dass Auswandern kein Kinderspiel ist.

Ich habe sicher in anderen, ähnlichen Diskussionen von einem Freund meines Onkels berichtet, der wegen der ganzen Atomraketen in Deutschland nach Canada auswandern wollte. Der Lebensmittelladen, den er übernehmen wollte (ohne ihn vorher gesehen zu haben) stellte sich als unrentabel heraus (alte, verstaubte und unverkäufliche Konservendosen, ...). Ersatz wurde nicht gefunden.

Er hat dann wohl auch mitbekommen, dass auch ganz Canada voll von Atomraketen (vor denen er geflohen war) war. Gut, nach ca. sechs Monaten war der Freund meines Onkels wieder in Deutschland (übrigens nicht mehr in seiner früheren Position bei einer Bank, sondern als Museumsaufseher). Und frage nicht, was der Spass gekostet hat.

Ich wünsche Sterupp natürlich nicht, dass er ähnliches erlebt. Aber das benötigt m.E. mehr, als die Frage nach einem Haus /einer Wohnung in Schweden zu lösen.

Ja, tilmann, es gibt bei den Arbeitsagenturen auch spezielle Beratung für Leute, die bereit sind ins Ausland zu gehen

Kantarellen


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues Zuhause als Handwerker
Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 16. Oktober 2013, 09:18 
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Blaubeer-Experte
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Ich glaube, wir sind uns einig, Kantarellen, dass Kenntnisse der Landessprache das A und O sind, wenn man in einem anderen Land leben will. Für mich hat es ein Jahr gedauert, bis mein Schwedisch formell auf Gymnasiumniveau war. In diesem Jahr war ich fast jeden Tag im Schwedischunterricht und den ganzen Tag war mich mit Schwedisch umgeben. Ich glaube nicht, dass ich in Deutschland die Motivation und Disziplin gehabt hätte, mich so auf die Sprache zu konzentrieren. Jedenfalls war ich für den VHS-Kurs den ich vor meinem Umzug nach Schweden belegt hatte nach der Arbeit einfach zu müde. Wenn Sterupp genug Geld hat sich selbst einige Zeit zu versorgen, dann kann er vielleicht eine Personnummer bekommen und damit hat er dann vielleicht auch ein Recht auf SFI/SAS und vielleicht auch CSN, also das schwedische Bafög.

/Tilmann


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues Zuhause als Handwerker
Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 16. Oktober 2013, 21:07 
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Blaubeer-Gourmets
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ich vermute, er suchte mehr nach Bestätigung für seine Ideen und wurde von uns "vor den Kopf gestoßen"
Sein Entschluss scheint ja fest zu stehen

_________________
/Klaus
Norden ist das Träumen, wird es immer sein


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues Zuhause als Handwerker
Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 16. Oktober 2013, 22:27 
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klausevert,

Du kannst niemanden zu seinem Glück zwingen, aber Du kannst aufzeigen, welche Klippen bei einem derartigen Unternehmen zu umschiffen sind. Du kannst hier im Forum wohl am Besten beschreiben, was notwendig ist, um in Schweden als Handwerker zu geschäften (Schweizer Ausdruck).

Unabhängig vom Zielland Schweden, bei dem Sprache und das Verständnis für rechtliche Bestimmungen bedeutend werden, würde auch die Gründung eines Handwerksbetriebes in Deutschland (und auch die Verlegung desselben über grössere Entfernungen) einen klaren Businessplan erfordern. Ich kann nicht sagen, wie viel Geld für die Einrichtung eines Malerbetriebes (z.B. in Schweden) erforderlich ist, aber wenn keine Bank auch nur die Hälfte des Betrages ausleihen würde (die andere Hälfte Eigenkapital), dann war der Businessplan schlecht.

Kantarellen


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues Zuhause als Handwerker
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 25. Oktober 2013, 19:23 
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Blaubeerpflücker
Blaubeerpflücker

Registriert: Freitag 25. Oktober 2013, 18:17
Beiträge: 7
Hallo Leute

Meine Meinung ist, das es an jedem selber liegt was aus ihm wird. Ich bin selbstständiger Elektromeister und werde mir Schweden bald ansehen. Die Sprache lerne ich und trotzdem wird es mir ausgeredet.

Ich habe in Deutschland etwas aufgebaut, warum nicht auch in Schweden?

Jeder ist seines Glückes Schmied und Träume sind zum träumen da.

Ich jedenfalls wünsche nicht Glück, sondern Erfolg!

Alles Gute!

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues Zuhause als Handwerker
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 25. Oktober 2013, 20:23 
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Blaubeer-Koch *
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Beiträge: 3411
Wohnort: leider noch nicht in Västernorrland
Hej och hjärtligt välkommen Andreas!

Ich würde niemandem von einer Auswanderung abraten, wenn sie gut vorbereitet ist. Schon im Vorfeld die Sprache zu lernen, ist jedenfalls ein guter Ansatz.

Konkrete Tipps zum Auswandern kann ich weder Dir noch Stefan geben, da ich nicht (mehr) auswandern möchte, aber einen Link
Safir - Svenska och arbetsliv för invandrare

Mit etwas Ehrgeiz und A2- Niveau oder besser kommt man damit auch ohne den Lehrer vor Ort weiter, z. B. wenn es um berufsbezogene Vokabeln geht
Arbetsliv

In diesem Sinne: "Träume nicht Dein Leben - lebe Deinen Traum"
und viel Erfolg :wink:

P. S: Das Wörterbuch im Link oben wird auch immer besser :D

_________________
Grüße von Thomas Bild
Ett gott skratt förlänger livet !


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues Zuhause als Handwerker
Ungelesener BeitragVerfasst: Samstag 26. Oktober 2013, 04:46 
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Blaubeerpflücker
Blaubeerpflücker

Registriert: Freitag 25. Oktober 2013, 18:17
Beiträge: 7
God morgon

Danke Thomas für Deine nette Unterstützung !

Viele Grüße

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues Zuhause als Handwerker
Ungelesener BeitragVerfasst: Samstag 26. Oktober 2013, 14:08 
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Blaubeer-Gourmets
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Registriert: Sonntag 27. Februar 2005, 21:01
Beiträge: 6930
Wohnort: Ostfriesland
Viel Erfolg bei deinem Vorhaben.
Mit guter Planung, viel Vorbereitung und etwas "Polaster" klappt das auch

_________________
/Klaus
Norden ist das Träumen, wird es immer sein


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues Zuhause als Handwerker
Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 27. Oktober 2013, 09:12 
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Blaubeerhändler
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Registriert: Montag 24. Dezember 2007, 19:38
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Wohnort: Helsingborg
Ich kann mich den meisten meiner Vorredner anschliessen. Ohne Sprachlenntnisse geht es kaum oder nur schlecht, wenn man einen eigenen Betrieb aufbauen will. Schon allein die Behördengänge und das Verstehen von Formularen etc braucht Kenntnisse der Landessprache finde ich.

Ausserdem, und das ist noch garnicht angesprochen, gibt es grossen Duck gerade im Handwerkerbereich mit Leuten aus Polen, Rumänien und auch Irland, die hier arbeiten fuer relativ wenig Geld. Als deutscher Handwerker hat man sicherlich einen gewissen Bonus, aber man sollte sich schon genau überlegen, ob man etwas Funktionierendes aufgeben will, um in eine Land auszuwandern, welches man nicht wirklich kennt. Da muss ich mich voll Kantarellen anschliessen. Schweden ist keinesfalls das perfekteste Land der Erde, wo es konfliktlos und super-sozial zugeht und alle freundlich miteinander zusammenleben. In den letzten Jahrzehnten sind viele Sozialleistungen heruntergefahren worden und das schwedische 'Folkhemmet' gibt es so nicht mehr.
Es gibt sicherlich schöne Ecken in der Natur in Schweden, keine Frage, aber die gibt es in Deutschland auch. Nur aufgrund der Natur nach Schweden auszuwandern kann ich mir nicht vorstellen, ausser man geht nach Norden und weg von den Städten. Ein Land, welches seine Wälder grossflächig in Monokultur anbaut und regelmässig abholzt sowie Jagd auf Wölfe und Bären erlaubt ist nicht das naturliebende Land, welches Touriusmusprospekte vermitteln, ehrlich gesagt.

Trotzdem, ich denke, ihr solltet einfach mal einen längeren Urlaub in Schweden machen, damit ihr einen besseren Eindruck erhaltet und euch auch mit dem Alltagsleben der Schweden auseinandersetzen ( Kosten Gesundheitswesen, Nahverkehr, Wohnungsmarkt etc ).

Wenn man etwas unbedingt will dann kann man über gewissen Dinge auch hinwegsehen und sie akzeptieren, wenn man es sich finanziell erlauben kann :wink:

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Neues Zuhause als Handwerker
Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 27. Oktober 2013, 09:35 
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Blaubeer-Experte
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Registriert: Samstag 25. August 2012, 18:35
Beiträge: 1091
Wohnort: Salzgitter
Hej lightfighter!
Deine Ausführungen geben so manchen Denkanstoß.

_________________
Gruß Reinhard

Ich bin deutscher, ich denke deutsch, aber mein Herz schlägt für Schweden


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues Zuhause als Handwerker
Ungelesener BeitragVerfasst: Dienstag 29. Oktober 2013, 18:01 
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Blaubeer-Koch
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Registriert: Samstag 15. Oktober 2005, 17:50
Beiträge: 2770
Sterupp hat geschrieben:
Obwohl ich pers. lieber die gerade und ehrliche Meinung schätze, die ich bis heute bei wenigen Menschen in der BRD gefunden habe. (auch ein Grund weg zu wollen)

Dann bist du in Skandinavien definitiv falsch!
Denn das:
Sterupp hat geschrieben:
In Dt. denken die meisten Bürger etwas anderes als sie sagen (wollen oder sich nicht trauen), ...

kriegst du da erst recht.

_________________
Die eleganteste Art, seinem Gegner die Zähne zu zeigen, ist ein Lächeln!


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues Zuhause als Handwerker
Ungelesener BeitragVerfasst: Dienstag 29. Oktober 2013, 20:03 
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Blaubeer-Koch **
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Registriert: Mittwoch 10. August 2005, 20:36
Beiträge: 4016
Wohnort: Bayern
MrPisepampel hat geschrieben:
Die Sprache lerne ich und trotzdem wird es mir ausgeredet.
...
Jeder ist seines Glückes Schmied und Träume sind zum träumen da.


Ich möchte niemandem ausreden, eine neue Existenz in Wo-auch-immer aufzubauen.

Ich stimme Dir auch zu, dass jeder seines Glückes Schmied ist. Allerdings kannst du nur ein heißes Eisen schmieden und kein kaltes.

Ja, und träumen kannst Du natürlich vom großen Erfolg, aber wenn das Eisen nicht heiß ist, dann wird es ein Traum bleiben.

Kantarellen


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues Zuhause als Handwerker
Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 30. Oktober 2013, 18:44 
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Blaubeerpflücker
Blaubeerpflücker

Registriert: Freitag 25. Oktober 2013, 18:17
Beiträge: 7
Ich schätze Eure ehrlichen Meinungen. Danke dafür.
Ich werde bald nach Schweden fahren und mal antesten ob mich jemand versteht . . . vielleicht lernt man ja jemanden kennen. Wer weiß das schon.

Bin gespannt auf das was da kommt.

LG
Andreas


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